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Logo VDE / DKE Jahresbericht 2015 Normung vernetzt Zukunft

DKE-BEGLEITFORSCHUNG ZUM FORSCHUNGSPROGRAMM „ZUVERLÄSSIGE, DRAHTLOSE KOMMUNIKATION IN DER INDUSTRIE“

BZKI In der zukünftigen Produktionswelt Industrie 4.0 ist die drahtlose Kommunikation zwischen verteilten Systemen unverzichtbar. Um die Regelung und Steuerung komplexer Prozesse zu ermöglichen, muss eine extrem geringe Latenz mit geringer Verzerrung (Jitter) erreicht werden. Parallel ist eine hohe Zuverlässigkeit der Kommunikation bei gleichzeitig hoher Gerätedichte sicherzustellen. Aktuell in der Industrie eingesetzte Funksysteme wie WLAN® und Bluetooth® erfüllen die Echtzeitanforderungen nicht oder nur sehr eingeschränkt und arbeiten darüber hinaus im bereits überlasteten 2,4-GHz-Band mit der Folge, dass dieses Frequenzband mit Mechanismen wie Listen-Before-Talk (LBT) stark reguliert werden musste und damit die Einsatzmöglichkeiten weiter einschränkt. Somit sind auch weitere, zukünftige Einsatzmöglichkeiten, wie die haptische Mensch-Maschine-Schnittstelle beziehungsweise „Augmented Reality“, nur mit einer neuen Funktechnologie möglich, um hohe Datenraten bei extrem geringer Latenz sicherzustellen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprogramm „Zuverlässige, drahtlose Kommunikation in der Industrie“ (ZDKI) setzt an den bekannten Limitierungen an, erforscht neuartige Funktechnologien und erarbeitet Lösungen und Konzepte, mit denen sich die harten Echtzeitanforderungen erfüllen lassen. Acht eigenständige Forschungskonsortien aus Industrie und Wissenschaft beschäftigen sich mit dieser Problemstellung, angelehnt an unterschiedliche Anwendungsfälle aus der Industriepraxis.

Die acht Projekte werden von der „Begleitforschung zuverlässige, drahtlose Kommunikation in der Industrie“ (BZKI) koordiniert. Dadurch wird der Ergebnistransfer innerhalb und außerhalb des Förderprogramms sichergestellt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden durch Normungs- und Standardisierungsaktivitäten verstetigt und unterstützen mit dem Namen „INDUSTRIALRADIO. DE“ den hervorragenden Ruf von Produkten „Made in Germany“.

Bei der Koordinierung der Begleitforschung sowie der acht Projekte wird die DKE durch die Konsortialpartner Institut für Automation und Kommunikation e. V. Magdeburg (ifak), Technische Universität Dresden, Technische Universität Kaiserslautern sowie Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen unterstützt.

Kontakt
Bentkus, Alexander
+49 69 6308-293
alexander.bentkus@vde.com