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STRAHLENSCHUTZ-MESSGERÄTE – BESTIMMUNG DER UNSICHERHEIT BEIM MESSEN

Personal radiation detector Der Ausspruch „Jeder Messwert ohne Angabe seiner Unsicherheit ist eine Lüge“ hat durchaus einen wahren Kern. Wird doch gerne durch Angabe vieler Stellen hinter dem Komma eine Genauigkeit suggeriert, die überhaupt nicht vorhanden ist. Anderseits können zwei unterschiedliche Messwerte der gleichen Größe durchaus korrekt sein, obwohl sich die gemessenen Werte unterscheiden.

Daher wird die Unsicherheitsbestimmung nach ISO/IEC „Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement” (GUM) in DIN-EN- und DIN-IEC-Normen zu Strahlenschutzdosimetern und sonstigen Strahlenschutz- Messgeräten gefordert. Zweck der neu entstandenen VDE-Leitlinie ist es, die Anwendung des GUM zu unterstützen. Anhand eines sehr einfachen aber konkreten Falls wird zunächst das Prinzip des GUM dargestellt, und in fünf Anhängen sind zahlreiche Beispiele aufgeführt.

Dabei konzentriert sich jeder Anhang auf eine Messgeräteart. Im ersten Beispiel jeden Anhangs wird die Gesamt-Messunsicherheit eines Messgerätes bestimmt, welches alle Mindestanforderungen der Produktnorm erfüllt. In einem zweiten Beispiel wird die Unsicherheit unter der Annahme von Zusatzinformationen bei einer konkreten Messung ermittelt.

Die von dem Komitee „Strahlenschutzdosimeter“ erarbeitete VDE-Leitlinie enthält, neben zwei Methoden zur Bestimmung der Unsicherheit und konkreten Hinweisen, wann welche der beiden Methoden zu verwenden ist, noch abschließend eine sehr einfache Methode zur Entscheidung, ob ein Messergebnis signifikant von Null abweicht oder nicht.

Kontakt
Vogel, Georg
+49 69 6308-341
georg.vogel@vde.com