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ETSI

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Das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) hat derzeit etwas mehr als 750 Mitglieder in 64 Ländern auf allen Kontinenten. Im Berichtsjahr 2014 blieb die Mitgliederzahl in etwa stabil. Die Beitragseinnahmen stiegen geringfügig an, während der EU-Förderbeitrag um 25 % reduziert wurde.
In 2014 fanden Neuwahlen statt. Zum Vorsitzenden der ETSI-Generalversammlung wurde der Vertreter der englischen Verwaltung, Simon Hicks, für die nächsten zwei Jahre zum Nachfolger des deutschen Industrievertreters Dirk Weiler gewählt. Auch die Mitglieder des ETSI Board wurden in 2014 für die kommenden drei Jahre neu gewählt. Insgesamt sechs Deutsche (ein Vertreter der Verwaltung, ein Vertreter der Netzbetreiber, 4 Industrievertreter) wurden für die insgesamt 29 Sitze ins ETSI Board gewählt. Deutschland besetzt den Vorsitz im ETSI Board und im IPR Special Committee.

ETSI veranstaltete im letzten Jahr unter anderem Workshops und Interoperability Events zu „eHealth on Telemedicine“, „Smart M2M Appliances“; „Standards for the Internet of Things“mit starker internationaler Präsenz. Teilnehmer kamen auch aus Asien und den USA.

Die harmonisierte Norm EN 300 328 über die lizenzfreie Nutzung des 2,4 GHz ISM-Bandes wird derzeit durch das ETSI TC EMC & Radio Spectrum Matters (ERM) überarbeitet. Für die Anwendung von Bluetooth wurden kurzfristige Änderungen erforderlich. Die grundsätzliche Anpassung an Anforderungen der drahtlosen Kommunikation für die Industrieautomation konnte noch nicht abgeschlossen werden. Sie wird parallel weiter verfolgt. Als ETSI-Strategiethemen wurden für das kommende Jahr vom ETSI Board Cybersecurity, Smart Secure Platform, Machine to Machine (M2M) und das Internet of Things (IoT, inkl. Intelligent Transportation System (ITS) und Smart Cities) und Future Mobile (incl. 5G) ausgewählt.
Zum Kommunikationsbedarf beim strategischen Thema Industrie 4.0 haben zwischen Vertretern von ETSI/oneM2M und DKE erste Gespräche stattgefunden, um frühzeitig die Möglichkeiten zur effektiven Zusammenarbeit im Hinblick auf anwendbare Kommunikationsverfahren abzustimmen.
ETSI wird seine Beteiligung an der Spezifikation für Machine-to-Machine Kommunikation (M2M) künftig verstärkt kommunizieren. Ein erstes, sogenanntes „Candidate Release“ von mehreren Spezifikationen des globalen Partnerschaftsprojekts OneM2M steht vor seiner baldigen Veröffentlichung. Das ETSI TC SmartM2M spezifiziert jetzt M2M-Dienste und Anwendungen. Es unterstützt regulatorische Anforderungen und fokussiert sich dabei auf Aspekte des Internet of Things (IoT) und der Smart Cities.
Die gemeinsam mit CEN unter Federführung des ETSI TC Human Factors im Rahmen des Standardisierungsmandates M/376 der EU-Kommission entwickelte EN 301 549 zu Anforderungen an die Barrierefreiheit von IKT-Produkten bei der öffentlichen Beschaffung mit der Beschreibung der entsprechenden Prüfverfahren wird im nächsten Jahr veröffentlicht. Zudem haben die ETSI-Mitglieder mit dem ETSI Guide (EG) 202 952 ein bei allen ETSI Publikationen zu berücksichtigenden Rahmen bezüglich „Design for All“ Aspekten spezifiziert.
Seit Januar 2014 gibt es ein neues ETSI TC CYBER zur Koordination von Cyber Security. Zwischenzeitlich wurde dazu die Erarbeitung eines ETSI Guide und von 8 technischen Reports beschlossen.
Das ETSI-Projekt End-to-End Network Architecture (EP E2NA) und das TC CLOUD wurden in 2014 geschlossen.
Der bei ETSI eingeführte „EN-Approval Prozess (ENAP)“ hat sich weiterhin bewährt. Der notwendige Zeitbedarf soll auf Anforderung der EU-Kommission weiter verkürzt werden.
Der Rechtsstreit von TruePosition gegen 3GPP um eine Schutzrechtsverletzung ist beendet. Die Klage wurde von einem amerikanischen Gericht abgewiesen.

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